Meine Arbeitsweise

TRE® und TRE®-gestützte Körpertraumatherapie

Ein besonderes Qualitätsmerkmal meiner Arbeit als TRE®-Advanced-Providerin besteht darin, dass ich TRE® lehre auf der Grundlage einer fast 20jährigen Erfahrung als Körpertraumatherapeutin in eigener Praxis und einer mehr als 25jährigen Erfahrung als Systemische Familientherapeutin in einer Psychologischen Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Ich wurde im Jahr 2000 approbiert als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin mit dem Richtlinienverfahren Systemische Familientherapie. Später habe ich die Approbation zurückgegeben, weil ich keinen Kassensitz für Kinder- und Jugendliche anstrebte. Meine Stärken bestehen eher in der Arbeit mit Erwachsenen und meine Erfahrung war und ist immer wieder, dass auch die Symptome der Kinder und Jugendlichen sich meistens sofort lindern, wenn die Eltern ihre eigenen Themen bearbeiten.

Beim Vermitteln von TRE® schaue ich über den Tellerrand der reinen TRE®-Methode hinaus. Als Körpertraumatherapeutin habe ich dabei den individuellen Körper in seinem strukturellen Gewordensein im Blick und als Systemische Familientherapeutin gleichzeitig die Einbettung der Klientin oder des Klienten in prägende Systeme wie z.B. Familie, Arbeitsumfeld, Gesellschaft und Umwelt.

Je mehr Traumageschichte jemand mitbringt, umso sanfter und kleinschrittiger ist meine Arbeitsweise sowohl im Lehren von TRE® als auch in der Körpertraumatherapie. In jedem Moment meiner Arbeit hat das Vermitteln der Erfahrung von Sicherheit und Selbstwirksamkeit oberste Priorität. Denn diese beiden gehen oftmals durch das Trauma „verloren“ und stattdessen macht sich möglicherweise ein lähmendes Gefühl von Ohnmacht und Kontrollverlust breit.

Wir bleiben beim Erlernen von TRE® und auch in der TRE®-gestützten Körpertraumatherapie immer im sicheren Bereich der Körperwahrnehmungen und der Emotionen. Versprochen. Und ich werde Sie immer wieder ermutigen, den autonomen Körperprozess schon beim kleinsten Anflug von Unsicherheit zu stoppen.

Und das funktioniert, obwohl sich TRE® und Körpertraumatherapie manchmal auch wie „Kontrollverlust“ anfühlen können, weil der Körper die Heilungsbewegungen der neurogenen Abreaktionen ja autonom ohne die bewusste Steuerung durch den Verstand vollführt. Aber es ist ein „kontrollierter Kontrollverlust“, denn Sie können den Prozess des Zitterns, Schwingens, Wackelns, u. s. w. … in jedem Moment willentlich unterbrechen!!! Sanft und ohne Nachteile, im Gegenteil: PAUSEN SIND GUT.

Die Integration alter körperlicher und emotionaler Blockaden braucht in der Regel Zeit, Kontakt und die Sicherheit einer stabilen therapeutischen Beziehung.

Ich selbst bin diesen Weg gegangen und gehe ihn immer weiter. Mein eigener Prozess und meine Selbsterfahrung sind für mich neben meinen Ausbildungen die besten Lehrmeisterinnen.

TRE® hat mein Leben verändert und meine Arbeitsweise. Diese entwickelt sich ständig weiter. Aktuell beschäftige ich mich mit der Einbeziehung von Atem und Stimme, denn es erscheint mir mehr als folgerichtig, dass beide dazugehören, wenn der Körper sich auf den Weg macht, sich von Stress- und Traumafolgen zu befreien.

Jetzt folgen noch ein paar inhaltlich formale Stichpunkte, die Ihnen bei der Entscheidung, ob Sie bei mir an der für Sie richtigen Adresse sind, behilflich sein können.

Was beinhaltet eine individuelle Einführungssitzung in TRE® und Körperpsychotherapie?

  • Gegenseitiges Kennenlernen, Anamnese
  • Sicherheit, Vertrauen, Kontakt, sanfte und klare Arbeitsweise, Selbstwirksamkeit und Fragen klären
  • Überblick über die Neurobiologie von Traumafolgen und wie und warum durch TRE® oder TRE®-gestützte Körpertraumatherapie das Nervensystem allmählich umschaltet vom Überlebensmodus in Richtung wohlige Lebendigkeit
  • Kennenlernen der fünf Vorübungen von TRE® und erste Erfahrungen mit dem neurogenen Zittern mit Schwerpunkt auf einer traumasensiblen individuellen Begleitung und auf Ihrer persönlichen Wahrnehmung von Sicherheit in jedem einzelnen Moment

Anschließend stimmen wir miteinander ab, ob die gegenseitigen Vorstellungen zusammenpassen und ob die „Chemie“ stimmt für die Vereinbarung weiterer Termine.

Wenn es Ihnen hauptsächlich um das traumasensible Erlernen von TRE® geht, genügen in der Regel weitere vier Einzeltermine, um genügend Muskelgruppen und Faszien zur Abreaktion einzuladen und um es dann zu Hause wirksam und sicher als Selbsthilfemethode anzuwenden.

Sollte bei Ihnen nach dem Erlernen von TRE® der Wunsch nach einem längerfristigen intensiven Körpertraumatherapie-Prozess bestehen, besprechen wir das anschließend. Das ist vor allem von Ihren Zielen abhängig und vom Grad der Belastung Ihres Nervensystems durch Ihre Lebensgeschichte. In den meisten Fällen genügt das Erlernen von TRE® zur Selbstanwendung, bei Bedarf mit einer begleiteten Weiterführung als TRE®-gestützte Traumatherapie in größeren Zeitabständen.

Zu meiner großen Freude erobert der Körper in den letzten Jahren zunehmend seinen Platz im psychotraumatherapeutischen Diskurs. Seit einiger Zeit melden sich immer öfter Klientinnen und Klienten bei mir mit den Worten: „Meine Psychotherapeutin/mein Psychotherapeut/mein Psychiater hat gesagt: ‚Wir kommen mit Reden allein nicht weiter. Ich empfehle Ihnen TRE® parallel und ergänzend zur Gesprächstherapie.‘“ Ein Paradigmenwechsel scheint sich anzubahnen. Leider noch immer lediglich als Selbstzahlerleistung.

Praxis Christiane Jahn Laubegaster Ufer 29 01279 Dresden